Restaurants & Essgewohnheiten an der Côte d’Azur bzw. in Südfrankreich – Informationen, Tipps und Hinweise

Frühstück Croissant Südfrankreich EssgewohnheitEssen hat in Frankreich einen sehr hohen Stellenwert und bedeutet meistens Genuss pur. Ein Urlaub an der Côte d’Azur bietet gute Voraussetzungen, die französische Küche kennen- und auch lieben zu lernen. Ganz egal ob man mit regionalen Produkten und Spezialitäten selbst z.B. in seinem Ferienhaus oder auf dem Campingplatz sein Essen zubereitet oder ob man sich im Hotel bzw. einem Restaurant bekochen lässt. Neben Restaurants kann man auch in vielen Bistros sehr gut essen. Es ist alleine oft schon eine Freude und ein Erlebnis zu sehen, mit welcher Liebe zum Detail die Speisen auf dem Teller kunstvoll angerichtet werden und das eben nicht nur in Sterne-Restaurants bzw. Gourmet-Tempeln.

Die Essgewohnheiten der Franzosen unterscheiden sich von unseren in mancherlei Hinsicht. So fällt das typisch französische Frühstück (Le petit déjeuner) eher spärlich und schnell aus, etwa mit einem frischen Croissant, einem Pain au raisin (Rosinenbrötchen) oder auch Pain au Chocolat bzw. Chocolatine (Brötchen mit Schokostücken im Teig) und dazu einem Milchkaffee (Café au Lait). Wer z.B. ein Hotel ohne Frühstück gebucht hat, kann dieses auch in einem Café einnehmen. Manche Patîsserien bzw. Boulangerien (Bäckereien) bieten ebenfalls ein kleines Frühstück an.


Die nächste Mahlzeit ist auch bei den Franzosen das Mittagessen (déjeuner). Gerade in Südfrankreich ist eine zweistündige Mittagspause in vielen Betrieben durchaus noch üblich. Daran lässt sich schon erkennen, dass das Mittagessen eine weitaus wichtigere Angelegenheit ist, als das Frühstück und man sich hierfür auch mehr Zeit nimmt. Vor allem sonntags ist es üblich, mit der ganzen Familie das Mittagessen im Restaurant einzunehmen.
Ein Mittagessen besteht in der Regel aus drei Gängen: dem Entrée (Vorspeise), einem Hauptgang (plat principal, z.B. Fisch – oder Fleischgericht) und dem Dessert (Nachspeise, Süßspeise/Käse/Kaffee). Tipp: in Restaurants und auch Bistros immer auf das Plat du Jour (Tagesgericht) achten – es ist meistens preislich günstiger als die anderen Gerichte auf der Karte. Außerdem sind vorgegebene Menüs häufig auch billiger als à la carte Gerichte. Brot gibt es zu jedem Essen mit dazu.
Als Getränk wird zum Essen Wasser und Wein getrunken, Bier ist eher die Ausnahme. Das Abendessen (dîner) fällt auch wieder ziemlich groß und reichlich aus. Es besteht ebenfalls meist aus mehreren Gängen, ähnlich dem Mittagessen. Im Unterschied zu Deutschland wird in Südfrankreich erst relativ spät, ab ca. 20.00 Uhr Abend gegessen.

Woran erkenne ich ein gutes Restaurant? – Informationen zu Trinkgeld, Bezahlen, Öffnungszeiten,…

Restaurant in Südfrankreich an der Côte d'Azur Feinschmecker Gourmet SpezialitätenWie kann man ein gutes Restaurant von einem eher schlechten unterscheiden? Diese Frage stellen sich sicherlich viele Urlauber, die keine Lust haben, viel Geld zu zahlen und dafür kein gutes Essen bzw. kein schönes Ambiente geboten zu bekommen. Dieser Reiseführer möchte jedoch keine konkreten Adressen oder Lokale nennen, denn die Gefahr ist groß, dass bei einem Besitzerwechsel oder einem Wechsel beim Küchenpersonal die Qualität ganz schnell nachlässt. Es gibt jedoch unserer Erfahrung nach ein paar Dinge, an denen man durchaus erkennen kann, ob man eine gute Wahl mit dem Restaurant getroffen hat. Zunächst einmal soll geklärt werden, was wir unter einem „guten“ Restaurant verstehen. Dazu gehört in erster Linie, dass die Qualität des Essens stimmt, dass es sich um eine authentische Küche handelt, die v.a. nicht nur auf Touristen ausgerichtet ist. Und natürlich sollte der Preis für die gebotene Leistung auch angemessen sein. Vorsicht ist häufig bei Restaurants geboten, die in Gegenden liegen, in denen sich überwiegend Touristen aufhalten, z.B. in der direkten Nähe von Sehenswürdigkeiten. Oft stehen die Chancen, ein wirklich gutes Restaurant zu finden, abseits des Touristen-Rummels besser. Dafür reicht es manchmal schon aus, nur ein, zwei Straßen weiter zu gehen. Ein, unserer Meinung nach, gutes Zeichen für ein Lokal ist, wenn dort viele einheimische Gäste sind und es das Restaurant nicht nötig hat, potentielle Gäste auf der Straße anzuwerben bzw. anzusprechen. Schließlich sollte ein gutes Restaurant von ganz alleine Gäste anziehen. Eine eher kleine und knappe Speisekarte spricht dafür, dass die Gerichte auch tatsächlich aus frischen Zutaten zubereitet werden.


Die Öffnungszeiten der französischen Restaurants sind ähnlich denen in Deutschland. Mittags haben die meisten zwischen 12.00 – 15.00 Uhr geöffnet. Da das Abendessen, wie oben beschreiben, erst relativ spät eingenommen wird, haben Restaurants abends oft auch erst ab ca. 18.30 Uhr wieder geöffnet. Hinweis: Sonntag abends und montags sind einige Restaurants ganz geschlossen. In einigen Bistros, Cafés oder Bars kann man dagegen schon ab früh morgens (ca. 06.30 Uhr) einen kleinen Imbiss bekommen.
Das Trinkgeld (le pourboire) wird in Frankreich nach Bezahlen des Rechnungsbetrags einfach auf dem Tisch liegen gelassen. Eine Pauschale für den Service ist zwar schon auf der Rechnung mit 15% ausgewiesen. Es ist jedoch trotzdem üblich, in Restaurants, Bistros und Cafés zwischen 10 – 15% des Gesamtbetrages als Trinkgeld zu geben. Beim Bezahlen sollte man außerdem beachten, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn in einer Gruppe jeder für sich selbst bezahlt. Besser ist es, einer begleicht die gesamte Rechnung – man kann hinterher ja immer noch selbst aufteilen und fällt so nicht unangenehm auf.

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