Giftschlangen in Südfrankreich – Tipps und Informationen

Giftschlange, Schlange, Gefahr, Côte d'Azur, SüdfrankreichDas Thema Schlangen v.a. Giftschlangen ist bei vielen Urlaubern mit großen Ängsten besetzt? Zu Recht? Gibt es viele Schlangen im warmen Südfrankreich? Gibt es sogar giftige Schlangen die für einen Côte d’Azur Reisenden zur Gefahr werden können? Zuerst ein paar sachliche Informationen, die gerade bei einem mit Angst besetzten Thema hilfreich sein können.





Schlangenarten bzw. Giftschlangen in Südfrankreich

In Südfrankreich bzw. an der Côte d’Azur sind viele Schlangenarten beheimatet. Die meisten davon sind im ganzen südeuropäischen Raum zu finden. Eine der giftigsten Schlangenarten in Südfrankreich ist auch die in Deutschland beheimatete Kreuzotter (Vipera berus). Das Gift der nur ca. 50-70 cm große Schlange ist giftiger als das der aus Westernfilmen bekannten Klapperschlange. Da sie mit einem Biss aber nicht solch große Mengen weitergibt, ist der Biss in der Regel nicht so gefährlich wie der einer Klapperschlange. Dennoch sollte ein Biss einer Kreuzotter sofort medizinisch behandelt werden. Für Kinder, ältere Menschen oder anfällige Menschen kann ein Biss tödlich sein bzw. Lebensgefahr bedeuten.
Häufiger anzutreffen ist auch die bei uns bekannte Blindschleiche (Anguis fragilis), die eigentlich keine Schlange ist sondern eine Echsenart innerhalb der Familie der Schleichen (Anguidae). Sie ist vor allem tagaktiv und deshalb bei Helligkeit außerhalb ihrer Verstecke zu sehen. Zur Beute gehören v.a. Nacktschnecken und Regenwürmer.

Schlangen, Biss, Schlangenarten, Côte d'Azur, SüdfrankreichTipps zur Vermeidung von Schlangenbissen

Schlangen sind nicht nur Jäger sondern auch Gejagte. V.a. Greifvögel, Füchse , Marder usw. zählen zu ihren Fressfeinden. Außerdem sind sie wechselwarme Tiere, d.h. sie brauchen Wärme um beweglich und agil zu sein. Deshalb verstecken sie sich gerne an warme Plätzen. Das sind oft Steine bzw. Steinlandschaften, aber auch alte Mauern und Ruinen. Seien sie deshalb vorsichtig, wenn sie sich auf Steine setzten, diese Umdrehen oder in Felsspalten oder ähnliches Greifen. Die meistern Schlangenbissen kommen von Schlangen, die sich bedroht fühlen und / oder erschreckt werden.

Verhaltenstipps / regeln: Was tun bei einem Schlangenbiss:

– Lassen sie den Biss möglichst schnell professionell medizinisch behandeln, d.h. suchen sie möglichst schnell einen Arzt oder Krankenhaus auf oder rufen sie den Rettungsdienst. Beruhigen sie das Opfer. Bei hohem Puls durch Panik oder unnötige Bewegungen breitet sich das Gift schneller aus, was zu vermeiden ist. Geben sie dem Opfer deshalb auch keine Getränke (z.B. Kaffee oder Tee), die die Herzfrequenz erhöhen.


– Versuchen sie die Schlange zu identifizieren bzw. prägen sie sich die Merkmale ein wie Größe, Schuppenmuster, Pupillenform (rund, vertikal oder horizontal). Das hilft dem behandelnden Arzt. Falls ein Smartphone / Foto zu Hand ist, hilft auch ein Bild.

Hinweis, Schlangen, Côte d’Azur, Südfrankreich Wichtiger Hinweis:
Die oben genannten Tipps und Informationen in diesem Reiseführer beruhen auf meinen subjektiven Einschätzungen und Erfahrungen. Gefahrenlagen können anders sein bzw. sich schnell ändern. Ich übernehme deshalb, wie für alle Informationen in diesem Reiseführer, keine Gewähr für deren Richtigkeit / Vollständigkeit und keine Haftung für eventuell eintretende Schäden bzw.. Alleine in Ihrer Verantwortung liegt auch die Entscheidung über die Durchführung der Reise und das Verhalten vor Ort. Verwenden Sie Informationen aus diesem Reiseführer nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Die obigen Informationen können falsch sein und möglicherweise gesundheitsgefährdende Empfehlungen enthalten.

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